Julikrise und Kriegsschuld - Thesen und Stand der Forschung

Mombauer, Annika (2014). Julikrise und Kriegsschuld - Thesen und Stand der Forschung. Aus Politik und Zeitgeschichte, 64(16-17) pp. 10–16.

URL: http://www.bpb.de/apuz/182558/julikrise-und-kriegs...

Abstract

Am 28. Juni 1914 wurden der österreichisch-ungarische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie von einem jungen bosnischen Serben namens Gavrilo Princip erschossen. Dieses Attentat war der Auslöser für eine internationale Krise, die Anfang August 1914 in den von vielen Zeitgenossen schon lange befürchteten Krieg zwischen den Großmächten mündete. Der Tod eines Mannes in Sarajevo sollte zum Tod von Millionen Menschen im Ersten Weltkrieg führen. Und dieser war mit dem Friedensschluss von 1919 nicht wirklich beendet. Manche Historiker sehen in ihm sogar nur den ersten Teil eines neuen Dreißigjährigen Krieges, der erst mit der totalen Niederlage Deutschlands 1945 endete. In den Juliwochen 1914, der sogenannten Julikrise, wurde in den Hauptstädten der Großmächte über Krieg und Frieden entschieden. Diese Entscheidungen waren prägend für das gesamte 20. Jahrhundert. Daher ist es sicherlich auch gerechtfertigt, in diesem Krieg die "Urkatastrophe" jenes Jahrhunderts zu sehen, wie es der amerikanische Diplomat George Kennan formulierte.

An analysis of the most recent debates on the origins of the First World War.

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