Helmuth von Moltke (der Jüngere)

Mombauer, Annika (2020). Helmuth von Moltke (der Jüngere). In: Grawe, Lukas ed. Die militärische Elite des Kaiserreichs. Darmstadt: wbg Theiss, pp. 227–238.

Abstract

A biographical summary of Imperial Germany's last peace-time Chief of the General Staff, Helmuth von Moltke (the Younger).

Helmuth von Moltke (der Jüngere) war seit über acht Jahren Generalstabschef des preußischen Generalstabs, als im Sommer 1914 der Krieg ausbrach. Unter seiner Leitung war der Kriegsplan entwickelt worden, der 1914 zum Einsatz kam; unter seiner Führung vollzog sich Anfang August der deutsche Aufmarschplan. Nicht zuletzt aufgrund seiner Versicherung, dass Deutschland einen Konflikt werde gewinnen können, ließ sich die deutsche Reichsleitung auf einen europäischen Krieg ein. Trotz dieser Schlüsselposition ist Moltke in der Historiografie lange Zeit übersehen worden. Wenn der Name Moltke fällt, ist fast immer sein bekannterer (und erfolgreicherer) Onkel Helmuth von Moltke gemeint. Moltke stand allerdings nicht nur im Schatten seines Onkels. Andere berühmte Kollegen und Zeitgenossen, wie beispielsweise Erich von Falkenhayn, Wilhelm Groener, Erich Ludendorff und Paul von Hindenburg, sind weitaus geläufigere Charaktere – nicht zuletzt, weil sie, anders als Moltke, den Krieg überlebten und danach ihre Memoiren veröffentlichten. Oft geschah dies auch auf Moltkes Kosten, denn die ehemaligen militärischen Führer wollten Deutschlands Niederlage von sich auf andere schieben.

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